Zum Hauptinhalt springen

Anschrift

Ofenbergstr. 37
69509 Mörlenbach

Social

© 2026 Kinderbetreuung Zwergenhaus in Mörlenbach, Großtagespflege.

Pädagogik

Unsere pädagogische Arbeit im Zwergenhaus

Unsere pädagogische Arbeit basiert auf einer klaren Haltung gegenüber dem Kind, auf festen Werten im Alltag und auf einer liebevollen, entwicklungsfördernden Begleitung. Dabei orientieren wir uns an unserer Konzeption sowie am Bildungs- und Erziehungsplan U3 des Landes Hessen.

Kinder bringen von Anfang an eigene Fähigkeiten, Interessen, Stärken und Entwicklungspotenziale mit. Wir sehen es als unsere Aufgabe, diese zu erkennen, zu begleiten und ihnen Raum zu geben, die Welt selbst zu entdecken.

Unser Bild vom Kind

Wir verstehen frühkindliche Entwicklung als einen aktiven Prozess. Jedes Kind ist einzigartig, kommt als kompetenter Säugling zur Welt und ist Baumeister seiner eigenen Entwicklung.

Kinder wollen forschen, ausprobieren, entdecken und sich die Welt selbst aneignen. Unsere Aufgabe besteht darin, das Selbstbildungspotenzial der Kinder zu fördern und ihrer Neugier mit Offenheit und Respekt zu begegnen.

Uns ist wichtig, dass Kinder sich bei uns sicher und geborgen fühlen, Vertrauen aufbauen und sich frei entfalten können. Gegenseitiger Respekt und die Achtung des Anderen stärken dabei das Selbstvertrauen.

Im Alltag gibt es viele Situationen, in denen Kinder mitentscheiden dürfen. Dadurch lernen sie, eine eigene Meinung zu entwickeln und erste Erfahrungen mit gemeinsamer, demokratischer Entscheidungsfindung zu machen.

Unsere Grundhaltung in Kürze

Geborgenheit
Kinder sollen sich sicher, gesehen und angenommen fühlen.
Selbstständigkeit
Kinder dürfen ausprobieren, üben, Fehler machen und aus Erfahrungen lernen.
Mitbestimmung
Kinder dürfen im Alltag mitentscheiden und ihre eigene Meinung entwickeln.
Respekt
Ein wertschätzender Umgang miteinander ist die Grundlage unseres Miteinanders.
Entwicklung
Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und mit seinen eigenen Stärken.

Ziele und Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

Kommunikation, Sprechen und Sprache

Sprache entwickelt sich im Alltag. Deshalb begleiten wir Situationen sprachlich, benennen Dinge, greifen Erlebnisse auf und fördern Kommunikation in vielen kleinen Momenten.

Wickelsituationen, Mahlzeiten, Freispiele, Morgenkreis, Fingerspiele, gemeinsames Singen, offene Fragen, Vorlesen und Bilderbücher bieten viele Gelegenheiten, Sprache zu erleben und selbst aktiv zu werden.

Gleichzeitig achten wir auf unsere Vorbildfunktion, auf eine bewusste Wortwahl und auf eine korrekte Aussprache. Um die Kommunikation der Kinder untereinander zu fördern, sollen Schnuller tagsüber möglichst nicht dauerhaft im Mund sein.

Elementare mathematische und physikalische Grundbildung

Mathematik beginnt im Alltag – nicht erst beim Rechnen. Kinder ordnen, vergleichen, zählen, messen, entdecken Formen und erleben Zusammenhänge spielerisch.

Im Zwergenhaus können Kinder unter anderem Bausteine, Kastanien, Puppen oder Punkte auf einem Würfel zählen. Sie entdecken Formen, Mengen, Größen, Gewichte und einfache physikalische Zusammenhänge.

Auch Fragen wie „Was passiert, wenn etwas voll ist?“, „Passt das in diese Öffnung?“ oder „Was geschieht, wenn eine Murmel vom Tisch rollt?“ gehören für uns zu dieser frühen Grundbildung.

Soziale Bildung

Soziale Regeln lernen Kinder im gemeinsamen Alltag. Dazu gehören Rücksichtnahme, Respekt, Zugehörigkeit, Werte und das Erleben von Gemeinschaft.

Gerade kleine Kinder spielen zunächst häufig nebeneinander. Das Miteinander, das Teilen, der Umgang mit Konflikten und das Einordnen in eine Gruppe entwickeln sich Schritt für Schritt.

Wir unterstützen die Kinder dabei, Konflikte möglichst selbstständig zu lösen. Wenn Situationen eskalieren oder Kinder noch zu jung für eine eigene Lösung sind, begleiten wir sie wertschätzend und helfen beim Finden eines Weges.

Naturwissenschaftliche Grundbildung

Draußen in der Natur entdecken Kinder Pflanzen, Tiere, Wetter und Umwelt mit allen Sinnen. Dabei richten wir den Blick bewusst auch auf scheinbar kleine Dinge.

Fragen wie „Wie bewegt sich ein Regenwurm?“, „Welche Farben haben Schmetterlinge?“, „Was passiert mit Regentropfen auf einem Blatt?“ oder „Welche Spuren sehen wir auf dem Weg?“ werden gemeinsam beobachtet, aufgegriffen und kindgerecht erklärt.

So entsteht naturwissenschaftliche Bildung nicht über Theorie, sondern über echtes Erleben und Entdecken.

Persönlichkeitsentwicklung und Selbstständigkeit

Jedes Kind darf lernen, Bedürfnisse und Wünsche zu äußern und den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Was ein Kind selbstständig kann, hängt nicht nur vom Alter ab, sondern auch vom individuellen Entwicklungsstand.

Im Alltag schaffen wir viele Möglichkeiten, Selbstständigkeit zu üben: Spielzeug selbst holen, Lätzchen und Handtücher nehmen, beim Tischdecken helfen, Getränke einschenken, sich an- und ausziehen oder den Gang zur Kinder-Toilette begleiten.

Wir ermutigen Kinder, Neues zuerst selbst auszuprobieren, bevor wir unterstützen. Das stärkt Persönlichkeit, Selbstvertrauen und Eigeninitiative.

Körperpflege und Sauberkeitserziehung

Körperpflege und grundlegende Hygienestandards gehören fest zum Alltag. Hände waschen nach dem Toilettengang, nach Tierkontakt oder nach dem Spielen draußen ist für uns selbstverständlich.

Sobald ein Kind Interesse an der Toilette zeigt, begleiten wir diesen Prozess aufmerksam und in enger Abstimmung mit den Eltern. Missgeschicke und Rückschritte gehören dabei selbstverständlich dazu.

Damit Kinder möglichst selbstständig werden können, empfehlen wir praktische Kleidung, die sich gut selbst hoch- und herunterziehen lässt.

Methodik und pädagogisches Angebot

Freispiel

Das freie Spiel gehört zu den wichtigsten Lernformen der Kinder. Im selbstbestimmten und ungestörten Spiel entdecken sie die Welt, testen Fähigkeiten, trainieren Ausdauer, Kreativität, Sozialverhalten, Selbstregulation und Frustrationstoleranz.

Deshalb steht den Kindern bewusst nicht zu viel Spielzeug, dafür aber viel funktionsoffenes Material zur Verfügung. Regelmäßig gibt es auch spielzeugreduzierte Zeiten, in denen beispielsweise nur Kartons oder einfache Materialien im Raum sind.

Langeweile sehen wir nicht als Problem, sondern als Motor für Kreativität. Wir bespielen Kinder nicht dauerhaft, sondern begleiten sie dabei, selbst ins Spiel zu finden.

Tiergestützte Interventionen

Tiere sind für viele Kinder etwas ganz Besonderes. Der Kontakt mit ihnen spricht Gefühle an, schafft Nähe und ermöglicht ganzheitliche Erfahrungen.

Durch den Umgang mit Tieren können emotionale, soziale, körperliche und kognitive Fähigkeiten gefördert werden. Tiere wirken motivierend, beruhigend und eröffnen viele natürliche Lernanlässe.

Im Alltag können wir dadurch beispielsweise Verantwortung, Fürsorge, Kommunikation, Wahrnehmung, Selbstwertgefühl oder auch Hygieneverhalten kindgerecht aufgreifen.

Pädagogik in der Natur

Die Natur bietet Kindern eine Vielzahl an Sinneserfahrungen und offenen Lernanlässen. Sie ist ein spielzeugfreier Raum, in dem Kinder Dinge anders wahrnehmen und selbst mit Bedeutung füllen.

Ein Stein, ein Ast, ein Platz im Wald oder Geräusche in der Umgebung können Ausgangspunkt für Fantasie, Sprache, Beobachtung und eigenes Tun sein.

Bewegung drinnen und draußen

Bewegung ist ein Grundbedürfnis der Kinder. Deshalb gehören Garten, Wald, Spaziergänge, Spielplatz und das Spiel draußen fast bei jedem Wetter fest zum Alltag.

Unterschiedliche Untergründe, kleine Hindernisse, Wege, Hänge und natürliche Reize bieten dabei vielfältige Bewegungsmöglichkeiten.

Zusätzlich steht im Innenbereich ein Turnraum mit Matten, Softbausteinen und weiteren Bewegungsmaterialien zur Verfügung. Im Winter kann dort auch eine Hüpfburg oder ein Bällebad aufgebaut werden.

Ästhetische Bildung

Ästhetische Bildung umfasst für uns Musik, Tanz, Rollen- und Gestaltungsspiele sowie den kreativen Umgang mit unterschiedlichsten Materialien. Im Mittelpunkt steht nicht das fertige Ergebnis, sondern das Tun selbst.

Kinder dürfen mit Fingerfarben, Wasserfarben, Kreide, Wachsmalstiften, Knete, Ton, Teigen, Papier, Pappe, Naturmaterialien, Matsch, Lehm und Sand experimentieren. Auch Musik mit einfachen oder selbstgebauten Instrumenten gehört dazu.

Zielgerichtete Bastelarbeiten gibt es nur zu wenigen Anlässen. Im Alltag steht das freie Ausprobieren im Vordergrund.

Auch die Raumgestaltung soll die Sinne anregen, ohne durch zu viele Reize zu überfordern.

Weiterführende Themen

Unser Bild vom Kind

Unsere Haltung, unser Verständnis von Entwicklung und Mitbestimmung.

Mehr erfahren

Schwerpunkte

Sprache, soziale Bildung, Natur, Selbstständigkeit und mehr im Überblick.

Mehr erfahren

Freispiel

Warum freies Spiel für Entwicklung, Kreativität und Selbstregulation so wichtig ist.

Mehr erfahren

Natur & Bewegung

Natur als Erfahrungsraum und Bewegung als fester Bestandteil des Alltags.

Mehr erfahren

Tiere im Alltag

Tiergestützte Erfahrungen und ihr Beitrag zur kindlichen Entwicklung.

Mehr erfahren